Auf unserer Website steht an jedem Preis ein Betrag: der, den Sie zahlen. Auf Ihrer Rechnung stehen drei Zahlen: Nettobetrag, Umsatzsteuer und Gesamtbetrag. Dieser Artikel erklärt, wie aus dem einen Betrag die drei Zahlen auf der Rechnung werden und warum bei manchen Kunden keine Umsatzsteuer darauf steht.
Eine Sache gleich vorweg: hier steht, wie wir abrechnen. Was Sie steuerlich schulden, was Sie als Vorsteuer abziehen können und wie Sie einen Betrag in Ihrer Voranmeldung erklären, hängt von Ihren Verhältnissen ab. Das ist die Frage für Ihren Steuerberater, nicht für uns.
Der Preis auf der Website ist der Endpreis
Alle Preise im Shop sind Bruttopreise: die Steuer ist darin enthalten und wird nicht am Ende noch aufgeschlagen. Der Nettobetrag wird aus dem Bruttopreis abgeleitet, nicht umgekehrt. Deshalb ergibt sich manchmal ein Nettobetrag mit ungerader Endung, und deshalb stimmt die Summe an der Kasse genau mit dem Preis überein, der auf der Produktseite stand.
Welche Steuer in dem Preis steckt, sagt der Hinweis direkt am Preis und im Fußbereich jeder Seite. Der Text wird nicht in die Seite geschrieben, sondern aus unseren Steuerangaben gebildet - er ist also immer der, der gerade gilt.
Bei mehreren Stück rechnen wir die Steuer auf den Gesamtbetrag der Position und nicht auf das einzelne Stück. Würden wir je Stück runden, wiche die Summe bei größeren Mengen um Cent von der Rechnung ab.
Was auf der Rechnung steht
Jede Position trägt Bezeichnung, Vertrag, Leistungszeitraum, Menge, Nettobetrag, Steuerbetrag mit Satz und Bruttobetrag. Darunter stehen Nettobetrag, Umsatzsteuer und Gesamtbetrag der ganzen Rechnung.
- Eine Einrichtungsgebühr ist eine eigene Leistung und steht als eigene Zeile.
- Ein Gutschein oder ein verrechnetes Guthaben steht als eigene Zeile mit Minusbetrag, damit die Minderung des Entgelts ausgewiesen ist.
- Maßgeblich ist die Rechnung, nicht dieser Artikel: welcher Satz gilt, steht an der Position und in der Summe.
Wo Ihre Rechnungen liegen, wie Sie zahlen und was bei Verzug passiert, steht in Wann muss ich meine Rechnung bezahlen, und was passiert bei Verzug?.
Privatkunden
Sie zahlen den Preis, der auf der Website stand. Die Umsatzsteuer ist darin enthalten und wird auf der Rechnung getrennt ausgewiesen, damit Sie sehen, wie sich der Betrag zusammensetzt. Sie müssen dafür nichts tun und nichts angeben.
Bestellen können Sie mit einer Anschrift in der Europäischen Union. Für eine Anschrift außerhalb klären wir die Umsatzsteuer vorher persönlich - das Formular sagt das und verweist auf das Kontaktformular.
Geschäftskunden in Deutschland
Auch hier wird mit deutscher Umsatzsteuer abgerechnet. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ändert daran nichts: das Reverse-Charge-Verfahren gilt nur über die Grenze. Ihre Nummer steht dann auf der Rechnung, und Sie können den Steuerbetrag Ihrer Buchhaltung vorlegen.
Geschäftskunden im EU-Ausland: Reverse Charge
Reverse Charge heißt: wir rechnen ohne deutsche Umsatzsteuer ab, und Sie versteuern den Umsatz in Ihrem Land selbst. Auf der Rechnung steht in der Zeile Umsatzsteuer dann 0,00 € und darunter der Satz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge, Art. 196 MwStSystRL)“.
Dafür müssen vier Dinge zusammenkommen:
- In Ihren Stammdaten steht die Kundenart Geschäftskunde.
- Ihre Anschrift liegt in einem anderen EU-Land als Deutschland.
- Zu Ihrer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer liegt eine Bestätigung aus dem EU-System vor.
- Das Länderkennzeichen der Nummer passt zum Land Ihrer Anschrift.
Fehlt eines davon, rechnen wir mit deutscher Umsatzsteuer. Das ist keine Schikane, sondern Vorsicht in unserem eigenen Interesse: ohne Bestätigung haftet der Leistende für die Steuer, und eine Nummer aus einem anderen Land als die Anschrift wäre Reverse Charge auf einen Inlandsumsatz - eine falsche Rechnung. Welche der beiden Angaben stimmt, kann kein Programm entscheiden.
Wie Sie die Nummer hinterlegen und was die Prüfstände bedeuten, steht in Wie hinterlege ich meine USt-IdNr., und was passiert dann?.
Wann sich das ändert, und wann nicht
- Je Rechnung neu. Für jede Rechnung entscheiden wir nach dem Stand von heute. Ihre Verlängerungsrechnung kann deshalb mit Umsatzsteuer entstehen, obwohl die letzte ohne war - und umgekehrt.
- Eine gestellte Rechnung bleibt. Wir ändern und löschen keine Rechnung. Ist etwas falsch, entsteht ein Storno oder eine Rechnungskorrektur mit eigener Nummer, und beide finden Sie in derselben Liste.
- Eine abgeschlossene Bestellung bleibt. Wurde sie mit ausgewiesener Umsatzsteuer abgeschlossen, bleibt sie so, auch wenn Ihre Nummer kurz danach bestätigt wird. Sie ist ein Vertrag mit ausgewiesener Steuer. Reverse Charge gilt dann ab der nächsten Rechnung.
- Ihre Anschrift auf der Rechnung ist ein Abbild. Sie wird beim Stellen festgehalten. Ändern Sie später Ihre Stammdaten, bleibt eine gestellte Rechnung unverändert - siehe Wie ändere ich meine Stammdaten oder meine Anmeldeadresse?.
Für die Buchhaltung
Als Geschäftskunde bekommen Sie zu jeder Rechnung zusätzlich die E-Rechnung im Format XRechnung zum Einlesen. Sie sagt dasselbe wie das PDF, weil beide aus denselben gespeicherten Rechnungsdaten entstehen. In den Stammdaten können Sie eine Leitweg-ID oder ein eigenes Zeichen hinterlegen, das als Käuferreferenz in der E-Rechnung und auf dem PDF erscheint.
Wenn eine Zahl auf Ihrer Rechnung nicht zu Ihrer Buchhaltung passt, schreiben Sie uns lieber, bevor Sie zahlen. Wir sehen nach und erklären es - eine Rechnung im Nachhinein zu ändern, geht nicht.
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